Ein Wort zum Thema Sicherheit (Rüdiger Krechel):

Vulkane, Erdbeben und Tsunamis

Unsere Welt heute erscheint Vielen als unsicherer geworden. Kein Monat, ja keine Woche vergeht ohne Hiobsbotschaften. Massenmedien werfen sie uns beinahe in Echtzeit auf die Bildschirme und auf den Frühstückstisch. In den letzten Jahren vermehrt auch in Europa, doch oft in möglichen Urlaubsgebieten, z.B. in Südost-Asien. Das verunsichert uns, wenn wir Reisen planen. Die jüngsten Nachrichten (September/Oktober 2017) betreffen den Gunung Agung. Daher zuallererst einige Worte zu diesem Thema.

 

 

 

Der Gunung Agung ist mit 3142 Metern Balis höchster Berg und Vulkan. Er ist ein Schichtvulkan, der in langen, oft über hundertjährigen Abständen ausbricht und in den Zwischenphasen ruht. Die Menschen siedeln immer wieder weit die Berghänge hinauf, u.a. weil die fruchtbare Asche ideale Böden zum Ackerbau ergibt. Zum letzten Mal brach der Agung 1963 aus und forderte an seinen Abhängen über tausend Tote. Es gab zu dieser Zeit keine guten Vorwarnsysteme.

Diesmal haben die Vulkanologen sehr früh die zunehmenden Aktivitäten registriert und publiziert, zunehmend spürte man auch seismische Beben im direkten Umkreis des Berges. Innerhalb weniger Tage wurden fast 100.000 Menschen aus der direkten Umgebung des Berges evakuiert und von den balinesischen Dorfgesellschaften in beispielloser Solidarität aufgenommen, so auch in unserem Dorf Air Sanih.

Die Region um Singaraja, das Dorf Air Sanih und Ciliks Beach Garden liegen bei einem Agung-Ausbruch nicht in einem Gefährdungsgebiet, erstens, weil sie zu weit entfernt und zweitens, weil sie durch das dazwischen liegende Baturmassiv abgeschirmt und geschützt sind. So braucht man in unserem Resort keine unmittelbaren Gefahren zu fürchten.  

Allerdings können bei einem Ausbruch die Flugverbindungen von und nach Bali zeitweise unterbrochen und längere Verspätungen ausgelöst werden. Dies war auch vor zwei Jahren der Fall, als der Gunung Raung im Ijenmassiv in Ostjava, der ständig «vor sich hinköchelt» und deshalb ein faszinierendes Ausflugsziel auch für unsere Gäste ist, stärker ausbrach und seine Aschewolken für zwei Wochen den Flugverkehr nach Bali zeitweise behinderten.

Sie erinnern sich sicherlich an den furchtbaren Tsunami des Jahres 2004. Nach den ersten Nachrichten von den horrenden Zerstörungen durch den Tsunami 2004 rief ich aufgeregt von der Schweiz aus Pak Cilik in Bali an, der mich beruhigte: Nein, nichts sei geschehen, gar nichts. Ja, er habe davon gehört, doch er sei mit allen Gästen gerade bei einer Tempelzeremonie, ich solle mich nicht beunruhigen …

Inzwischen ist im Pazifikraum und auch in Indonesien ein Tsunami-Alarmsystem installiert. Cilik und Jersan sind via Mobiltelefon an dieses und ein weltweites Alarmsystem permanent angeschlossen. Doch zunächst ist festzuhalten: Bali und vor allem seine Nordküste liegen abgeschirmt außerhalb der Hoch-Risikogebiete für Tsunamis.

Lokale Tsunamis kleineren Ausmaßes hat es auch in Nordbali gegeben, jedoch nur in historischen Zeitabständen. Ein gewisses Risiko ist grundsätzlich also nicht auszuschließen. Wir haben daher überlegt, wie wir verantwortlich mit diesem extrem geringen Risiko umgehen können. U.a. wurden Fluchtwege markiert, die in wenigen Minuten auf ein höher liegendes Gelände führen. Dort sollte man nach menschlichem Ermessen sicher sein. Ein Informationsblatt im Haus informiert Sie darüber detailliert. Doch noch einmal: die Nordküste Balis scheint nach allen Erfahrungen der Vergangenheit nur sehr gering gefährdet.

 

Tsunami 2004, Karte des International Tsunami Alarm System

Und Taifune?

Auch in dieser Hinsicht ist Bali in einer äußerst glücklichen Lage. Jedes Jahr bilden sich regelmäßig im Pazifikraum Taifune. Ihre Zugbahnen liegen aber weiter südlich und in weitem Abstand nördlich der Insel. Bali liegt in einem Korridor zwischen den Zugbahnen tropischer Taifune. Es liegt im Bereich der Passatwinde, die in den Monaten November bis April tendenziell aus Nordwest (Regenzeit), in den Monaten Mai bis Oktober tendenziell aus Südost (Trockenzeit) wehen. Vor allem im Januar/Februar, auch im August kann es dabei zu starken Winden kommen. Doch vor zerstörerischen Taifunen ist Bali wegen seiner äußerst günstigen Lage mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sicher.

Taifunbahnen in Südostasien; in: global tropical cyclon tracks 1980 until 2010, Wikimedia Commons

Und Terrorismus?

In den Jahren 2003 und 2005 gab es auf Bali zweimal Bombenanschläge mit zahlreichen Toten.  Doch seit etlichen Jahren leben wir im Bewusstsein, dass terroristische Anschläge überall möglich sind. Diese Gefahr bedroht das alltägliche Leben mittlerweile weltweit. Auch der Tourismus ist betroffen. Gefährdet sind Orte mit großen Menschenansammlungen. Vor diesem Hintergrund ist es plausibel, dass in Nordbali und in unserer kleinen Anlage keine Gefährdung besteht. Weitläufige Gärten mit wenigen verstreut stehenden Häusern und nur wenigen Touristen stellen keine „lohnenden“ Terrorziele dar.

Bei aller Privatheit in Ihrem Areal sind wir übrigens ständig für Sie da: Tagsüber sind unsere Gärtner stets in Rufweite, und nachts wachen zwei Nachtwächter über Ihren geruhsamen Schlaf. Sie sind nach unserer festen Überzeugung in Nordbali und in Ciliks Beach Garden vor Terrorismusaktionen weitaus sicherer als an jedem frequentierten Platz irgendwo auf der Welt.

Schließlich zum Thema Gesundheit:
Mücken…

In den vergangenen 20 Jahren hat vor allem in Afrika und Asien die Malariaverbreitung weiter zugenommen. Nach wie vor gilt Bali neben den Großstadtgebieten Javas als malariafrei und als weitgehend ungefährdet. Allerdings ist heute angesichts unserer hohen Mobilität eine klare regionale Abgrenzung von Risikogebieten infrage gestellt. Während in Bali Malariafälle extrem selten sind, ist Lombok, vor allem sein Südteil, Malariagebiet. Durch die täglich verkehrenden Flugzeuge und Fähren mit Hunderten von Passagieren zwischen den Inseln werden diese Grenzen zunehmend unscharf.

Eine Malariaprophylaxe gilt für einen Bali-Aufenthalt dennoch als unnötig, in aller Regel wird von einer Prophylaxe abgeraten. Bedenken Sie auch, dass Malariamittel (z.B. Lariam) z.T. bedenkliche Nebenwirkungen haben können. Wenn Sie ganz vorsichtig sein wollen, dann nehmen Sie als ein Stand-by Mittel mit auf die Reise (z.B. Malarone). Gehäuft haben sich über die vergangenen 20 Jahre auch Fälle von Dengue-Fieber. Malaria wird durch nachtaktive Anophelesmücken übertragen. Man ist tagsüber sicher und kann sich nachts unter Moskitonetzen schützen. Dagegen sind die Überträger des Dengue-Fiebers tagaktiv. ‚Antibrumm‘ oder ‚No Bite‘ und geeignete Kleidung schützen gut.

Doch vor allem: Unsere Anlage liegt unmittelbar am Meer. Tagsüber gibt es fast täglich eine leichte Brise. Das mögen Mücken überhaupt nicht. Daher gilt: solange Sie draußen im Seewind sind, werden Sie keiner Mücke begegnen. Im Haus und auf den Terrassen helfen unsere großen Ventilatoren. Sie erzeugen Luftbewegung und vertreiben die Mücken. Abends können Sie pro Raum ein, zwei kleine „Elektromats“ in Steckdosen stecken (wirken 8 bis 10 Stunden). Wenn Sie sich weiter im Landesinnern „durch die Büsche schlagen“, werden Sie eher auf Mücken treffen.

Vorsorge…

In den vergangenen Jahren gab es auf Bali zahlreiche Fälle von Tollwut. Die Behörden haben daraufhin mit großem Aufwand die enorme Zahl streunender Hunde und Katzen reduziert. Auch wurden umfangreiche Impfaktionen durchgeführt.

In jedem Fall sollten Sie prüfen Sie, ob Ihr Tetanus-Schutz noch aktiv ist. Auch Hepatitis-Infektionen kommen in Südostasien. Sie können ebenfalls durch eine Impfung ausgeschlossen werden. Vor allem wenn Sie mit Kindern reisen oder wenn Sie die Nähe von Tieren suchen, sollten Sie sich rechtzeitig um eine Impfung kümmern. 

In den letzten Jahren hat sich übrigens die medizinische Versorgung in Indonesien und speziell in Bali deutlich verbessert. Mittlerweile gibt es auch auf Bali eine gute allgemeinärztliche und zahnärztliche Versorgung und Kliniken mit gutem, internationalen medizinischen Standard. Auch in der nahen Stadt Singaraja gibt es eine qualifizierte ärztliche Versorgung.

Kompetente tropenärztliche Informationen zu Bali finden Sie im Internet unter www.fit-for-travel.de und unter www.crm.de.